Datenschutz kommt oft zu kurz. Im IT-Alltag sind häufig andere Themen wichtiger. Die Folge: Unternehmen gehen – meist unwissentlich – Risiken ein, bis hin zur persönlichen Haftung der Geschäftsführung oder von Beschäftigten.

Datenschutzmaßnahmen sind erforderlich, um den Schutz des Persönlichkeitsrechts des Bürgers und damit seinem Recht auf informationelle Selbstbestimmung auf der Grundlage der Artikel 1 und 2 des Grundgesetztes zu gewährleisten. Um dieses Recht zu wahren, wurden umfassende gesetzliche Regelungen (z.B. BDSG; TMG; TKG) erlassen. Mit der EU-Datenschutzgrundverordnung , die im Mai 2018 in Kraft tritt, wird auch das Bundesdatenschutzgesetz angepaßt. Das hat wiederum erhebliche Auswirkungen auf die Umsetzung und Dokumententaion von Datenschutzmaßnahmen. Insbesondere die möglichen Busgelder bei Datenschutzverstößen sind erheblich erhöht worden.

Persönlichkeitsrecht bedeutet: Schutz der Persönlichkeit einer Person vor Eingriffen in ihren Lebens- und Freiheitsbereich.

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten (pbD) zu bestimmen.

Bei dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wird nicht nach vertraulichen oder weniger vertraulichen Daten des Betroffenen unterschieden. Aufgrund der Verarbeitungs- und Verknüpfungsmöglichkeiten mit moderner Informationstechnologie kann auch ein einzelnes belangloses Datum einen neuen Stellenwert erhalten. Deshalb sind auch an sich belanglose Daten vor Missbrauch zu schützen.

In den vergangenen zwei Jahren sind in fast 70% der deutschen Unternehmen und Behörden Kunden- oder Mitarbeiterdaten abhanden gekommen. Und knapp 30% der deutschen Unternehmen und Behörden waren mehr als sechs Mal von einem Verlust personenbezogener oder vertraulicher Daten betroffen. Das ergab eine Studie des Managementberatungs- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.

Das Ergebnis weist auf ein klares Missverhältnis hin: Denn eigenen Angaben zufolge räumen Unternehmen und Behörden dem Schutz personenbezogener und vertraulicher Daten eine hohe Bedeutung ein (89%). 78% der Unternehmen und Behörden glauben, ihre personenbezogenen Daten adäquat geschützt zu haben.

Weitsichtige Firmenchefs räumen dem Datenschutz in ihrem Unternehmen darum einen hohen Stellenwert ein. Sie wissen, dass Diskretion und Vertraulichkeit bei ihren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern einen guten Eindruck machen. In einer sogenannten Datenschutz-Policy beschreiben sie detailliert alle Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang mit personenbezogenen Daten.

Das BDSG beschreibt in der aktuellen Fassung die Grundsätze und Bestimmungen, die bei der Datenverarbeitung allgemein und insbesondere bei der Verarbeitung und Speicherung personenbezogener Daten zu beachten sind.

Datenschutz ist ein spannendes Thema, bei deren Bearbeitung wir Sie gerne unterstützen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.